Informationen für Eltern, Bezugspersonen und Fachkräfte

Erwachsene müssen Wissen wollen.

Sexuelle Gewalt an Jungen und Mädchen ist immer noch ein Tabuthema. Das Thema ist so unglaublich, dass Betroffenen wenig Glauben geschenkt wird. Im Schnitt müssen Kinder fünf Erwachsenen vom erlebten Missbrauch erzählen, bevor ihnen die sechste Person glaubt. Betroffene spüren, ob man wirklich ihre Geschichte wissen will und diese auch aushalten kann.

Zeichen, die Kinder senden, um auf ihren Schmerz und Kummer aufmerksam zu machen, werden oft übersehen. Vielleicht aus Angst, Überforderung oder aber einfach aus Unwissenheit.

Wissen erzeugt Mut und ist somit die Voraussetzung zur Handlungsfähigkeit.

Es kann verschiedene Gründe geben, um Kontakt zu unserer Beratungsstelle aufzunehmen:

  • Sie haben den Verdacht, dass Ihre Tochter/ Ihr Sohn oder ein Ihnen anvertrautes Kind sexuelle Übergriffe erlebt.
  • Sie möchten ein Kind/ eine junge Frau bei der Bewältigung sexueller Übergriffe unterstützen.
  • Sie haben ein „komisches Gefühl“ bezüglich des Verhaltens von PartnerInnen, FreundInnen oder KollegInnen.
  • Sie sind als Fachkraft einer Institution mit einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch konfrontiert oder haben von sexuellen Übergriffen erfahren.

Sie müssen mit Ihrem Wissen/ Verdacht nicht allein bleiben.
Unsere Beratungsstelle kann Sie dabei unterstützen, eine möglichst angemessene Hilfe zu planen und den Verdacht abzuklären.
Sie können sich telefonisch oder per e-Mail melden. Gerne beraten wir Sie auch anonym.